15. August 2014: von Holstendorf nach Duvenstedt


Route 2.766.199 – powered by www.bikemap.net

Wir schlafen aus, frühstücken gemütlich, packen unsere zahlreichen Sachen zusammen, führen den Staubsauger in der Wohnung Gassi und verabschieden uns von unseren Gastgebern. Ines und Gunnar fahren mit dem Auto zu ihrer Wohnung nach Holstendorf, ich entschließe mich dazu, die 57 Kilometer zu radeln, auch wenn die Wetteraussichten nicht die allerbesten sind. Weitestgehend führt der Radweg an der B432 entlang. Das Wetter ist seltsam – Regenschauer und trockene Phasen wechseln sich genau in der richtigen Geschwindigkeit ab, um wahnsinnig zu werden 🙂

Ungefähr auf der halben Strecke erreiche ich Bad Segeberg, die Stadt, die für die jährlich stattfindenden Karl-May-Festspiele bekannt ist. Ich sehe allerdings nur ein sehr großes Möbelhaus, an dem ich als aufregendes Highlight dieser Etappe rechts abbiege. Dann geht es wieder durchgehend geradeaus bis kurz vor Hamburg.

Obwohl ich eigentlich vorhatte, ohne Pause durchzufahren, lenkt mich neun Kilometer vor dem Ziel das Reklameschild des Café Alsterwiesen ab, das frisches Bauernhofeis verspricht. Das Eis ist großartig und ich komme mit der Inhaberin ins Gespräch, die mir einen Löffel Gurkensorbet zu kosten gibt. Gurkensorbet? Jawohl, und es schmeckt sehr gut. Zu Schokoladeneis würde es wohl nicht passen, aber als Kombination mit beispielsweise Melone oder Erdbeere sicher ganz ausgezeichnet.

Nach der Stärkung radle ich die restlichen paar Kilometer nach Duvenstedt und bin mit meiner Fahrleistung eigentlich ganz zufrieden – habe ich für die 57 Kilometer doch nur knapp drei Stunden reine Fahrzeit gebraucht. Und ein Schnitt von 19 km/h ist für meine Kondition und meine Gepäckmenge jetzt nicht allzu schlecht.

Nach den üblichen Dingen bei der Ankunft wie Abpacken und Duschen trinken wir gemütlich Kaffee. Abends fahren wir in die Innenstadt und gehen auf den Dom, Hamburgs großes Volksfest, der dreimal jährlich in der Nähe der Reeperbahn stattfindet. Wir schlendern über das Fest, essen dort zu Abend und sehen uns das große Feuerwerk an, das auf dem Dom jeden Freitag um 22:30 Uhr stattfindet. Anschließend bummeln wir noch die Reeperbahn hinauf und hinunter, die ich zuletzt als Sechzehnjähriger auf Klassenfahrt gesehen hatte – dort befand sich nämlich damals unser Hotel, da das Komplettreiseangebot der Ameropa, das wir seinerzeit genutzt hatten, wohl eher auf erwachsenere Reisegruppen ausgerichtet war 🙂 Für mich als Bewohner einer Gegend, in der abends um 20 Uhr kollektiv alle vorhandenen Bürgersteige hochgeklappt werden, ist es natürlich schon etwas Besonderes, ein ganzes Stadtviertel zu sehen, in dem nachts mehr Leben stattzufinden scheint als tagsüber. Trotzdem gehen wir nicht verloren und lassen uns auch nicht zu wie auch immer gearteten Auschreitungen hinreißen, auch wenn uns MitarbeiterInnen verschiedener Bars und Nachtclubs versuchen, mit Sonderangeboten „nur für euch“ in ihre Etablissements zu lotsen.

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