04. August 2014: von Huttenheim nach Mainz


Route 2.766.134 – powered by www.bikemap.net

Ich wache morgens gegen 6 Uhr ausgeschlafen aus, habe den See immer noch für mich allein, weshalb ich sofort zu einer Wachwerderunde hineinspringe. Zurück ans Zelt, gemütlich frühstücken – und bereits kurz nach 7 Uhr packe ich meine Sachen zusammen, hinterlasse den Platz natürlich genau so, wie ich ihn vorgefunden habe (was für mich ohnehin selbstverständlich ist, aber beim wilden Zelten gilt das natürlich ganz besonders) und sitze vor halb acht bereits wieder auf dem Rad.

Bei Germersheim überquere ich den Rhein und fahre linksrheinisch über einige Dörfer in die schöne Domstadt Speyer, wo ich – schließlich sind schon knapp über dreißig Kilometer zurückgelegt – in der Innenstadt anhalte und eine Tasse Kaffee trinke, die von einem leckeren süßen Teilchen begleitet wird 🙂

Weiter geht es in Richtung Ludwigshafen, wobei ich auf dem Weg in Altrip am Friedhof anhalte. Nicht dass ich jemanden kennen würde, der dort begraben liegt, aber Friedhöfe haben Wasserhähne und sind deshalb Anlaufstelle Nummer eins für den wild gezeltet habenden Radreisenden von Welt, der gerne seinen Trinkwasservorrat auffüllen möchte…

Kurz vor Ludwigshafen treffe ich auf Christian und Maurizio, die sich zufällig in der Jugendherberge kennengelernt haben und ein kleines Stück zusammen radeln. Maurizio wird in Ludwigshafen rechts nach Mannheim abbiegen, er will nach Berlin. Christian will wie ich linksrheinisch nordwärts. Wir werden die nächsten siebzig Kilometer zusammen radeln.

In Ludwigshafen geraten wir in starken Regen, fahren weiter bis Worms, wo eine Supermarktpause auf dem Programm steht (wieso ich die dort eingelegt habe, verrate ich vielleicht in der Podcastfolge 😉 ) und wechseln danach auf den Rheinterrassenweg, der von Worms bis Mainz führt. Erstens sah der recht vielversprechend aus, zweitens wird auch gerade der „normale“ Rheinradweg bauarbeitenbedingt über diesen Weg umgeleitet, was die Wahl der Route erstaunlich vereinfacht 🙂

In Nierstein trennen sich Christians und meine Wege. Genauer gesagt beschließt er, hier zu übernachten, ich würde gerne noch die zwanzig Kilometer bis Mainz fahren, um am nächsten Tag weniger Strecke nach Koblenz zu haben. Außerdem ist mir der Mainzer Campingplatz von meiner Radreise aus dem Jahre 2007 noch in bester Erinnerung, da er sehr zeltfreundlich eingerichtet und auch recht preiswert ist.

Die letzten zwanzig Kilometer sind hart. Ich habe ja in Nierstein schon über 120km auf dem Tacho und nun folgt eine Umleitung des Radwegs die Weinberge hinauf und hinunter, ich verfahre mich kurz, werde von einem Hund angesprungen und gerate auf den letzten Metern wieder in strömenden Regen.

Dafür ist der Campingplatz noch genau so schön und zeltfrendlich, wie ich ihn in Erinnerung habe. Ich lerne auf der Zeltwiese einige Mainradler kennen, genieße die warme Dusche, koche mir ein frisches Ratatouille.

Morgen geht es dann weiter bis Koblenz.

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http:/www.48zwoelf.de/files/4812-007.mp3.

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