La piste des forts / Der Radweg zu den Forts


Ein Themenradweg rund um Kehl und Strasbourg


Radroute 1450726 – powered by Bikemap 

Beiderseits entlang des Rheins – zumindest dort, wo er die Grenze zwischen Frankreich und Deutschland darstellt, also grob zwischen Basel und Karlsruhe – gibt bzw. gab es zahlreiche militärische Befestigungsanlagen aus Kriegszeiten, so genannte Forts (Klugschiss am Rande: gesprochen wird das Wort auch im Deutschen französisch, das „t“ ist also stumm, die Aussprache also wie das deutsche Wort „vor“. Das, was „Fort“ gesprochen wird, ist eine Automarke 🙂 ). Die kleineren dieser Bunkeranlagen sind zu einem großen Teil nach Kriegsende gesprengt worden, die Ruinen existieren noch, aber es sind auch einige der Anlagen stehen geblieben.

Der Radweg zu den Forts (la piste des forts) möchte nun den geneigten Radler zu diesen Forts führen – eben wie der Name schon sagt. Der Rundweg ist etwa 85km lang, davon runde 65km auf französischer und 20km auf deutscher Seite. Auf französischer Seite gibt es einige Abstecher zu Forts, die nahe am, aber eben nicht direkt auf dem Weg liegen, aber dennoch sieht man auch, wenn man wie ich den Weg nicht verlässt, einiges.

Anmerkung: entgegen der „ofiziellen“ Streckenführung bin ich in Kehl einige hundert Meter abgewichen. Die Originalstrecke beinhaltet die Überquerung einer vielbefahrenen Umgehungsstraße an einer Stelle ohne Querungshilfe und ist auch nicht so sehr schöner als meine Alternative, die meines Erachtens gefahrärmer ist.

Ich habe den Weg an der Fußgänger- und Radfahrerbrücke zwischen Strasbourg und Kehl begonnen, der „passerelle des deux rives“, aber da es sich um einen Rundkurs handelt, ist es völlig egal, wo man beginnt – man kommt mit ziemlicher Sicherheit 85km später wieder dorthin 🙂

Meine Gedanken zu…

Straßenzustand: Mal so, mal so. Weitgehend asphaltiert, wenige Wald- und Feldwege mit festgefahrener Erde/Sand, teilweise hervorragende Betonwege auf französischer Seite, teilweise auch schlaglochreiche Nebenstraßen ohne Fahrkomfort.

Beschilderung: Sehr gut, durchgehend, aber an zwei, drei Stellen etwas missverständlich. Ich empfehle daher dringend, eine Karte mit eingezeichneter Strecke mitzunehmen oder die GPX-Datei für das GPS-Gerät herunterzuladen (geht nach Klick auf die oben dargestellte Karte auf den Seiten von bikemap). Symbol ist ein weißer Radler auf grünem Grund mit deutscher bzw. französischer Textzeile. Siehe auch die Fotos zu diesem Beitrag, das letzte zeigt das Symbol in Großaufnahme.

Steigungen: So gut wie keine, das bisschen, was man wirklich als Steigung empfindet, kann nötigenfalls auch problemlos geschoben werden.

Schönheit der Strecke: Dort, wo man durch Wald radelt und/oder Befestigungsanlagen sieht, sehr schön. Auch entlang des Kanals ist es echt nett. Zwischendurch dann eher hässliche Industriegebiete der Strasbourger Vororte. Die deutsche Seite ist schön zu radeln, bietet dem Befestigungsanlageninteressierten wenig (das ehemalige Fort Kirchbach ist heute ein Einkaufszentrum und sonst sieht man eigentlich nichts ehemalig militärisches). Aber da wir entlang der offenen Grenze ja auf Teufel komm raus in jedem Lebensbereich Grenzenlosigkeit demonstrieren müssen, war der deutsche Teil wohl nötig. Mein Tipp zum Abkürzen: die beiden Rheinbrücken, die überquert werden, auf deutscher Seite direkt am Rhein verbinden – das spart runde zehn Kilometer.

Rastmöglichkeiten: Anhalten lässt sich überall, die „Versorgungslage“ mit Wirtschaften oder Einkaufsmöglichkeiten entlang der Strecke ist eher mäßig – lieber ausreichend zu trinken und eventuell ein Vesper mitnehmen und gemütlich im Wald verzehren.

Hobbymäßige Geocacher (wie ich) werden sich übrigens über eine recht hohe Anzahl an Dosen entlang des Weges freuen.

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