Gepäckträger hinten


Die Taschen sind gepackt und irgendwie sollten sie am Rad befestigt werden. Zeit, sich über den Gepäckträger Gedanken zu machen.

Die meisten Alltags-, City-, Trekking- und Tourenräder (Reiseräder ohnehin) werden bereits vom Hersteller mit einem hinteren Gepäckträger ausgeliefert. Oft ist es ein relativ einfaches Modell aus Draht, das für eine Belastung in der Größenordnung von zehn Kilogramm ausgelegt ist. Obwohl diese Dinger gerne mal aussehen, als ob sie schon vom bloßen Anschauen auseinanderbrechen, können sie recht stabil sein. Ich musste meinem Modell knapp über vier Jahre mit Radreisegepäck, Großeinkäufen, 20 kg schweren Gasflaschen und so weiter zusetzen, bevor er kaputt ging.

Stabiler sind Gepäckträger aus Metallrohren – mein neuer ist beispielsweise bereits vom Hersteller für 25 kg ausgelegt (also ist es wahrscheinlich auch möglich, einen Konzertflügel damit zu transportieren). Auch 40-kg-Modelle für höchste Lasten sind erhältlich.

Ob ein Gepäckträger eine Federklammer – wie auf den beiden dargestellten Modellen vorhanden – benötigt, sei dahingestellt. Wer anstatt mit Einzeltaschen mit einer Taschen-/Kofferkombination unterwegs ist, kann die Klammer eventuell verwenden, um die Taschen ein bisschen vor Verrutschen zu schützen, aber wirklich notwendig oder nützlich ist die Klammer eigentlich nicht. Da sie aber andererseits auch nicht stört, kann sie ja ruhig dranbleiben. Wichtiger ist, dass der Gepäckträger Möglichkeiten bietet, die verwendeten Packtaschen ordentlich zu befestigen, dass also dort eine Strebe entlangläuft, wo die Taschen einen Riemen oder Haken haben. Bei den hochwertigen Taschen von Ortlieb und Vaude ist das selten ein Problem, da sich deren Befestigungssysteme äußerst variabel einstellen lassen.

Wer mit sehr speziellen Rädern auf die Reise geht (beispielsweise mit vollgefederten Mountainbikes oder mit Liegerädern), hat möglicherweise das Prpoblem, dass es keine passenden Standard-Gepäckträger gibt. Hier wird wohl nur der Gang zum Fachhändler helfen, denn Speziallösungen gibt es wahrscheinlich schon. Für das vollgefederte Rad gibt es Gepäckträger, die mit einem Steckmechanismus an der Sattelstütze befestigt werden, und die zwar nicht ausreichend stark für ein volles Zeltgepäck sind, aber mit 8-10 kg Tragkraft durchaus die Wechselkleidung für eine Drei- oder Viertagestour aufnehmen können. Im ungünstigsten Fall kann man dann eventuell das Gepäck noch um einen Rucksack ergänzen – aber besser reist es sich sicher ohne Last auf dem Rücken.

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