08.08.2010 – von Villeneuve-lès-Béziers per Rad und Zug nach Le Rozier


gut 30km auf dem Rad, keine nennenswerten Steigungen

Wir schlafen aus, frühstücken mit frischem Baguette (und, weil Sonntag ist, sogar mit Butter und Orangensaft). Meine Isomatte ist trotz Flicken wieder luftleer, offenbar habe ich den Kleber nicht richtig angebracht. Ich befolge daher den Rat der Anleitung, die Klebewirkung dadurch zu erhöhen, dass man einen Topf mit kochendem Wasser für zehn Minuten auf die Reparaturstelle stellt. Danach scheint die Matte tatsächlich dicht zu sein.

Nach dem Packen radeln wir am Canal du Midi unter Platanen im Schatten die sechs Kilometer bis Béziers. Zuerst steuern wir den Bahnhof an, um uns zu vergewissern, dass der Zug nach Millau wirklich fährt und besorgen uns Tickets. Danach gehen wir mit unseren Rädern ins Zentrum, wo gerade die Vorbereitungen für die Stierkampfwoche stattfinden. Wir lassen es uns in einem Restaurant an den Allées Paul Riquet bei einem Dreigängemenü gut gehen, danach setzen wir uns im Plateau des Poètes in den Schatten. Als die Sonne ein wenig weiter gewandert ist, ziehen wir durch die verwinkelten Gassen der Altstadt, bewundern die schöne Kathedrale und haben vom Ufer des Orb einen fantastischen Blick auf die Silhouette der Stadt.

Danach führt und Garmin gekonnt und konsequent gegen die Fahrtrichtung sämtlicher verfügbaren Einbahnstraßen zum Bahnhof zurück, wo wir mangels Lift oder Gepäckrinne unsere vollbepackten Räder eine steile Treppe hinunter- und eine andere hinaufwuchten, um unser Gleis zu erreichen.

Der Zug, den auch noch andere Radler nutzen, hat extra Radabteile, die für uns geöffnet werden. Die Fahrt dauert knapp zwei Stunden und pünktlich um 20.07 Uhr kommen wir in Millau an.

Die knapp zwanzig Kilometer zum Camp der Gruppe radeln sich gut, obgleich mein Heckgepäckträger im Zug ziemlich verbogen wurde.

Als wir am Camp ankommen, werden wir von der Gruppe sehr herzlich empfangen – man hätte glauben können, wir seien mehrere Jahre fort gewesen 🙂 Und sogar ein Abendessen bekommen wir noch.

Als wir unser Zelt zu den anderen stellen, ist es bereits dunkel. Die Nacht ist absolut sternklar und in der Schlucht ist es nachts kühler als weiter im Süden, was aber zum Schlafen sehr angenehm ist.

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