07.08.2010 – von Palavas nach Villeuve-lès-Béziers


81 km, 320 Meter rauf und runter


Radroute 652113 – powered by Bikemap 

Natürlich ist es wieder reichlich warm, bis wir mit Frühstück, Duschen und Packen fertig sind. Wir nehmen noch schnell einen Geocache in Palavas mit und radeln einem beachtlichen Stau entgegen – die Einheimischen zieht es auf die Bespaßungsinsel, etwa sechs bis acht Kilometer Stoßstangenkuscheln werden es wohl schon sein. Schön, dass man auf dem Rad da fix daran vorbei kommt 🙂

Wir fahren gut zwanzig Kilometer auf einer eher stark befahrenen Nationalstraße, der N113, machen unterwegs eine Geocache-Geldabheb-und-Kaltgetränk-Pause in Fabrègues, fahren weiter, erreichen kurz nachdem wir die N113 verlassenk, das schöne Dörfchen Loupian, wo wir die Hälfte der heutigen Etappe geschafft haben und das tägliche „Bergfest“ mangels Supermarkt im Café des Commerces verbringen. Es ist eine Dorfkneipe, wie sie dem Klischee der französischen Dorfkneipe nicht besser entsprechen könnte: wir sind trotz der Hitze die einzigen, die alkoholfreie Getränke zu sich nehmen, in einem Eck findet über Bildschirm alle fünf Minuten eine Lottoziehung statt und eine Jukebox macht ziemlichen Lärm. Wir bleiben eine gute Stunde dort, trinken Orangina, Eistee und Kaffee, schreiben unsere Montpellier-Ansichtskarten, die wir nach unserem Aufbruch auch noch im Ort einwerfen, und erholen uns.

Von Loupian aus geht es über verkehrsarme Straßen nach Pomérols und Florensac, wo wir fürs Abendessen einkaufen. Weiter geht es hügelig, die letzten Kilometer vor Béziers auf einer vierspurigen Einfallstraße, wo uns eine Gruppe gutgelaunter Motorradfahrer den Tipp gibt, uns vor den Radarfallen zu hüten.

Am Eingang von Béziers steht dann günstigerweise ein Décathlon, wo ich mir ein Flickzeug für meine in der letzten Nacht undicht gewordene Therm-a-Rest-Isomatte kaufe. Dann fahren wir die letzten Kilometer zum Campingplatz, der in Villeneuve direkt am Canal du Midi liegt. Ein Schild am Zeltplatz sagt „complet“, also ausgebucht, wir fragen dennoch nach einem Platz. Der Platzwirt will nicht so recht, aber seine Frau versichert uns, für Radler sei immer Platz. Wir beziehen eine schöne Parzelle direkt am platzeigenen Pool, in dem wir uns auch gleich noch kurz abkühlen. Hier am Kanal treffen wir auch erstmals auf andere Radreisende mit Gepäck – die französischen Kanäle sind bei den Reiseradlern wesentlich beliebter als unsere Quer-durchs-Land-Routen. Hier lernen wir Friedrich und Georg kennen, die nun schon seit knapp vier Monaten von Bremen aus mit zwei elektrounterstützen Rädern und Gepäckanhängern unterwegs sind. Sie haben schon 5000 km hinter sich und wohl noch etwa 2000 km zu beradeln, bevor sie im Oktober wieder daheim sein wollen. Wer sich für die Reise der beiden interessiert, findet hier den Blog der beiden.

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