25.06.2010 – von Oldenburg über Neuharlingersiel nach Spiekeroog (ca 80 km auf dem Rad)


Nach Aufstehen, Kaffee und packen melde ich uns auf dem Campingplatz an und bezahle die Übernachtung. Zum Frühstück begeben wir uns zum nächsten Bäcker, dann geht es los. Unterwegs kauft sich Kevin spontan einen Fahrradtacho, der sich ohne Werkzeug problemlos in ein paar Minuten montieren und einstellen lässt. Mein innerer Wunsch, dass ebenso plötzlich, wie der Fahrradladen auftauchte, ein Campinggeschäft an der Strecke liegt (meine Zeltheringe sind für den sandigen Spiekerooger Boden eher ungeeignet), wird aber leider nicht erfüllt.

Da uns mit fortschreitender Strecke ein ordentlicher Gegenwind entgegen bläst und wir heute noch unbedingt nach Spiekeroog wollen, beschließen wir, die Strecke von Sande nach Wittmund mit der Bahn zurückzulegen.

Der Zug ist so gut gefüllt, dass ich zwischen meinem Rad und dem Einstieg fest stecke und kaum eine Chance habe, zum Fahrscheinautomaten im Zug vorzudringen. Die Beteuerungen der Einheimischen, hier werde nie kontrolliert, bringen mich fast dazu, zum ersten Mal in meinem Leben schwarz fahren zu wollen. Da aber in diesem Moment am anderen Zugende eine Dame in der bekannten Bahn-Uniform anfängt, eben doch zu kontrollieren, schicke ich Kevin so diskret wie möglich zum Automaten 😉 Sehr schön, dass im Gegensatz zu den meisten baden-württembergischen Verkehrsverbünden die Fahrradmitnahme hier nicht gratis ist und Fahrradkarten nur als Tageskarten verkauft werden. Daher reisen unsere Räder je 0,70€ teurer als ihre Herrchen – sowas gibt es wohl auch nur bei der Deutschen Bahn 🙂

Von Wittmund nach Neuharlingersiel ist es trotz Gegenwind ganz angenehm zu radeln. Nur haben wir leider die Fähre kurz nach 16 Uhr relativ knapp verpasst, sodass wir wegen der Gezeitenabhängigkeit der Fähre etwa fünf Stunden Zwangspause haben. Die nutzen wir, um uns Neuharlingersiel anzusehen, ein bisschen für die nächsten zwei Tage einzukaufen und in einer Pizzeria zu Abend zu essen.

Gegen halb neun verladen wir unsere Räder in eine Gepäckbox, um 21.10 Uhr geht es dann los. Die Fährfahrt dauert etwa 45 Minuten, und nachdem wir nach der Ankunft auf Spiekeroog kurz auf unsere Räder gewartet haben, radeln wir die letzten zwei Kilometer zum Zeltplatz.

Der Platz ist traumhaft am südwestlichen Zipfel der Insel gelegen, direkt an den Dünen, die das Gelände vom eigenen Strandabschnitt trennen. Wir suchen uns ein schönes Plätzchen und bauen unser Zelt auf. Wenn es keinen starken Wind gibt, könnten die Heringe sogar halten. Natürlich gehen wir am Abend noch bis ans Meer.


Radroute 570641 – powered by Bikemap 

Radroute 570646 – powered by Bikemap 

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