01./02.08.2009 – die Anreise


Abfahrt am 1. August um 14 Uhr in Kehl, Ankunft am nächsten Tag gegen 13 Uhr am Haus Skuggebo. Wieso dort? Und wieso per Bus? Ist doch ein Radurlaub, oder?

Nun, dazu muss ich etwas ausholen. Ich arbeite als Bus- und Taxifahrer, und als ich letztes Jahr die Gruppe einer Vogesenfreizeit der evangelischen Bezirksjugend Kehl nach Hause fuhr, kam ich ins Gespräch mit Jörg Lange, Bezirksjugendreferent, wo zwei Sachen klar wurden: Er plant für 2009 eine Jugendfreizeit nach Südschweden und sucht einen günstigen Bus – und ich suche schon seit Jahren die preiswertestmögliche Anreisemöglichkeit für mich mit Rad und Gepäck nach Schweden. Was tut man also in solch einem Fall? Klar, man fährt die Jugendgruppe nach Schweden und verbringt dort seinen Urlaub. Macht die Busfahrt für die Gruppe deutlich preiswerter – und für den urlaubshungrigen Radler ist die Anreise geklärt 😉

Also, 1. August, mittags in Kehl: Bus, Begleitfahrzeug und zwei geräumige Anhänger werden mit gefühlten zwölf Tonnen Material, Gepäck, Lebensmitteln (und natürlich einem Fahrrad nebst Gepäck 😉 ) beladen. Am Steuer nimmt zunächst mein Kollege Karlheinz Platz – er wird bis Hamburg fahren und von dort per Bahn nach Hause zurückkehren, ich übernehme dort. Denn abgesehen davon, dass es unverantwortlich wäre, als einzelner Fahrer knappe 1500km allein zu lenken, wäre es auch gar nicht zulässig. Sehr angenehmer „Nebeneffekt“ ist, dass in Hamburg ein Sitzplatz im Bus frei wird, den dann mein guter Freund Gunnar besetzen wird, der zufällig in Hamburg wohnt und gerne mitradeln möchte.

Zeitsprung: 2. August, 0.15 Uhr. Ankunft am Hamburger Hauptbahnhof. Karlheinz steigt aus, Gunnar ist schon am Bahnhof, wir machen sein Rad reisefertig (Lenker quer und einen formschönen Plastiksack über Hinterrad/Kette, dann werden Rad und Taschen noch in den Bus gestopft), ich richte meinen Fahrerplatz ein und los geht es – noch mal kurz getankt und ab Richtung Dänemark.

Dänemark – ein Traum für jeden Autobahnnutzer. Asphalt, der glatt ist wie der sprichwörtliche Babypopo und entspanntes Fahren. Nur die Rastmöglichkeiten sind gelegentlich etwas weit auseinander. Aber es ist Nacht und die Mädels und Jungs im Bus schlafen zum größten Teil. Die Brücken (Storebaelt und Öresund), die wir auf dem Weg nach Schweden passieren, faszinieren mich dann doch ziemlich. Beeindruckend, was die Architekten da auf die Beine stellen ließen. Wobei der Storebaelt für mich recht anspruchsvoll war. Kräftiger Seitenwind, gelegentlich abrupt unterbrochen von massiven Betonelementen der Brückenaufhängung, sind mit einem Reisebus plus Anhänger nicht eben leicht zu fahren. Aber morgens gegen halb neun sind wir dann über den Öresund und in Schweden!

Nun sind es noch etwa 250 Kilometer bis zum Haus der Gruppe, dem Haus Skuggebo am Ruskensee. Wir fahren bis zum Wohnhaus des Vermieters, der uns dann die letzten Kilometer leitet. Das Haus liegt wunderschön am See, verfügt über ein großes Grundstück mit massig Platz zum Zelten, eigenem Strand, Bootshaus, Kanus, Sauna – also mit allem, was das Herz begehren mag.

Da ich nun auch schon so etwa dreißig Stunden wach bin, lassen wir unsere Tour erst morgen beginnen, schlagen unser Zelt auf dem Gelände auf und radeln abends noch gemütlich ohne Gepäck etwa 40 Kilometer in der näheren Umgebung zu einigen Geocaches am See.

001 - alles passt dran

002 - beim Packen

003 - fast abreisebereit

004 - letztes Gewusel

005 - Storebeltbruecke

006 - Oeresundbruecke

007 - schoener Platz fuer die erste Nacht

008 - der spaetere Fummelfelsen der Jugendgruppe

009 - leichtes Auf und Ab

010 - Ohs

012 - Ohs

013 - Ohs

014 - Ohs

015 - Ohs

016 - Ohs

017 - wo gehts lang

018 - Meditationsplatz am Rusken

019 - urige Natur

020 - Museumsbahn

021 - Museumsbahnstation

022 - beim Rusken

023 - im Naturreservat am Rusken

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