10.08.2006 – von Žichovec nach Nepomuk


Auf gehts zum Frühstück. Wobei das Frühstück heute ein bisschen später stattfindet als sonst, denn ich stoße tatsächlich erst im vierten Dorf auf einen potraviny. Na ja, vielleicht isst man in dieser Gegend einfach nicht so oft… Aber in Dub gibt es dann einen Laden am Dorfplatz, ein paar Männer sitzen davor und trinken Bier.
Nach der Stärkung geht es weiter. Die „sanft hügeligen“ 25 km bis Strakonice haben ein paar ganz nette Anstiege. Unterwegs setzt Regen ein. Dann habe ich die Regenjacke wenigstens nicht umsonst mitgenommen, ist ja auch schön. In Strakonice finde ich dann zwei Fahrradgeschäfte, von denen das zweite auch den passenden Schlauch für mich vorrätig hat. Da mir die Stadt auf den ersten Blick nicht so recht gefällt, fahre ich gleich weiter in Richtung Nepomuk. Am Ortsende ein großes Kaufland-Center, ich erinnere mich an die Bitte „Wenn Du an einem tschechischen Kaufland vorbeikommst, guck doch bitte nach, ob sie diesen tollen Schulatlas von Tschechien noch haben“. Haben sie. Nicht genau denselben, aber einen ähnlichen. Dazu kaufe ich eine Packung große Kuverts, um den Atlas bei nächster Gelegenheit zur Post zu geben, bevor er bei mir zerknittert oder nass wird. Ich finde auch gleich im nächsten Ort eine Post, die allerdings gerade wegen Mittagspause geschlossen ist. Ich fahre weiter, bislang hatte ja fast jedes Dorf ein Postamt. Seltsam nur, dass ich jetzt kein einziges mehr sehe, da ich eines brauchen könnte. Auf der Strecke regnet es junge bis ausgewachsene Hunde, die Steigungen sind teilweise recht anstrengend. Ich erwäge, die Etappe vorzeitig in Horažd’ovice zu beenden, wo es zwar keinen Campingplatz gibt, dafür aber ein sehr preiswertes Hotel. Dieses wird jedoch gerade zur Zeit umfassend saniert und ist geschlossen. Auch sonst macht der Ort wegen seiner Durchgangsstraße einen sehr unruhigen lauten Eindruck. Und bis Nepomuk sind es „nur“ noch 25 km, das sollte zu schaffen sein. Ich schaffe es auch, fluche aber inzwischen bei jedem noch so leichten Anstieg, doch irgendwann komme ich in Nepomuk an.
O welche Freude, der Campingplatz liegt 4 km außerhalb, besser gesagt oberhalb. Ich melde mich an, baue das Zelt auf und radle zurück nach Nepomuk, um zu Abend zu essen. Dort finde ich nur ein geöffnetes Restaurant, das leider sehr touristisch geprägt ist. Das Essen war zwar nicht schlecht, und der „Touristen-Preiszuschlag“ hielt sich auch in Grenzen, aber es war nicht so schön wie sonst. Ich lasse daher das Dessert ausfallen und hole mir statt dessen mal wieder fidorka im Supermarkt. Den Abend lasse ich dann in aller Ruhe am Zeltplatz ausklingen. Insgesamt waren es heute dann doch 91 ziemlich hügelige Kilometer, dafür ist es morgen nicht so weit bis Plzeň.

33 - wolkig aber trocken

34 - Bauernbarock

35 - Badeteich unterwegs

36 - sanfte Huegel

37 - unterwegs nach Nepomuk

38 - Nepomuk

39 - Nepomuk

40 - Nepomuk himself

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