Die Waldbrief-Tour

Dreißig Routen zum Oberthema “Sagen und Mythen der Ortenau” gibt es seit etwa einem Jahr im Landkreis – beschildert sind sie mit einem kleinen quadratischen Symbolbild auf blauem Grund, dem Namen und der Nummer.

Stefan und ich haben die Route 6 – Waldbrieftour beradelt:

Die Sage dahinter ist, dass man sich anno tobak nicht einig werden konnte, wo die Grenzen des Korker Waldes verlaufen sollen. Man ließ nun einen Stier los, folgte ihm und nahm seine Marschroute als Waldgrenze. So die Sage – und deshalb steht in Kork auf dem Bühl auch die beeindruckende Skulptur eines gebeugten Stieres, der dem geneigten Besucher je nach Blickwinkel sehr prominent seine Kehrseite zustreckt.

Die Route ist mit knapp 50 Kilometern und wenigen Höhenmetern gut auch an einem Nachmittag zu schaffen (auch wenn bei mir ein leichter Trainingsmangel spürbar war :) ). Einkehrmöglichkeiten gibt es direkt an der Strecke eher wenige. Insbesondere sonntags sollte man sich ein bisschen eigene Getränke und eventuell Verpflegung mitnehmen.

Die Strecke führt über weitestgehend autofreie Strecken, meistens auf asphaltierten Wegen. Allerdings sind auch einige Kilometer auf mehr oder weniger grob geschotterten Wegen zurückzulegen.

Ich empfehle jedoch dringend, den obigen GPS-Track auf das eigene Gerät herunterzuladen oder altenativ eine gute Landkarte und die Routenbeschreibung mitzunehmen. Denn die Beschilderung ist lückenhaft und missverständlich. Dort, wo der Stier den Weg weist, ist alles bestens. Allerdings muss man zwischendurch dem allgemeinen Radwegweiser (grünes Rad mit Pfeil auf weißem Grund ohne Text), Ortsbeschilderungen, dem Schild “andere Richtungen” und anderen Dingen folgen und stellenweise die Beschilderung auch ganz ignorieren. Wäre ich böse, würde ich sagen: ein typisch deutscher Radwanderweg eben. Gut gemeint, aber mit Potenzial nach oben :) Ich wage zu behaupten, dass es einem Ortsunkundigen unmöglich ist, allein mit der vorhandenen Beschilderung die Route zu fahren.

Dennoch ist es eine schöne Runde, die durchaus Spaß macht.

Weitere Infos gibt es direkt auf der Seite der Ortenau Tourismus.

Im Schilderwald

Ruhige Strecke

Das Streckensymbol

Hier eine gute Beschlderung

Unbefestigter Abschnitt

Umzug erfolgreich

Es war ein haufen stupides Kopieren und Einfügen – aber nun sind alle Inhalte wieder auf www.48zwoelf.de verfügbar, diesmal steht ein WordPress-System im Hintergrund, das mir persönlich angenehmer ist als das alte Drupal.

Ich hoffe, dass Feed-Abonnenten nicht allzu sauer sind, dass ihnen heute der gesamte Inhalt noch einmal in den Reader geflogen ist – nun ist der Spuk vorbei, versprochen!

Schwedischer Seejägertopf

Für den Schwedischen Seejägertopf braucht man

- einen schwedischen See (es geht auch ohne, dann ist es aber ein ordinärer Jägertopf)
- zwei Handvoll Nudeln
- zwei Becher Wasser (plus eventuell einen großen Schluck)
- Brühpulver
- Trockenzwiebeln (oder frisch)
- zwei große frische Champignons (oder eine 180g-Minidose Champignonscheiben)
- eine Handvoll Speck
- ein Päckchen Knaggi-Jägersoßenpulver

In Topf 1 werden die Nudeln in dem Wasser mit den Zwiebeln und dem Brühpulver gekocht und 3 Minuten vor Kochzeitende vom Feuer genommen. Dann wird in Topf 2 der Speck angebraten, danach kommen entweder die frischen Pilze plus Schluck Wasser oder die Dosenpilze samt Flüssigkeit dazu. Bisschen reduzieren lassen, dann das Nudelwasser aus Topf 1 in Topf 2 gießen. Jägersoße einrühren, halbe Minute köcheln lassen, Soße auf die Nudeln und genießen.

Thunfisch-Kräutersoße zu Nudeln

In Schweden entdeckt und für lecker befunden. Das Rezept lässt sich in einem einzigen Topf bereiten.

Benötigt werden zwei Handvoll Nudeln, zwei Becher Wasser (0,5l), etwas Brühpulver, ein paar Trockenzwiebeln, eine Dose Thunfisch in Wasser und ein Päckchen Helle Kräutersoße (Pulver von Knaggi oder einem anderen großen Hersteller).

Wasser mit Brühpulver und Trockenzwiebeln im Topf zum kochen bringen, Nudeln dazu, 3 Minuten vor Kochzeitende der Nudeln den Thunfisch dazu, eine Minute vor Ende das Soßenpulver, gut rühren, Flamme aus, guten Appetit!

Kehl – Strasbourg – Gambsheim – Rheinbischofsheim – Honau – Kehl

Kleine Halbtagesrunde durch schöne Natur, steigungsfrei, mit einer erfreulich hohen Dichte an Geocaches :)


Radroute 1474959 – powered by Bikemap 

Bei Kehl geht es über die Europabrücke nach Strasbourg. Dort wird nördlich in Richtung Robertsau und La Wantzenau zunächst dem Radweg zu den Forts gefolgt, bevor dann in La Wantzenau der erste Abstecher zu einem kleinen “Umweg” erfolgt. Diesen habe ich ursprünglich wegen einer Geocacherunde eingelegt, er ist jedoch auch für den Nichtcacher wegen der wunderschönen Natur zu empfehlen. Über Kilstett und Gambsheim geht es später dann zurück zum Rhein, der überquert wird. Es geht über die Dörfer zurück in Richtung Kehl – unbedingt sollte man bei Honau den Abstecher an den Rhein machen und die Schiffsverladestelle der großen NATO-Pipeline ansehen.

Durch den Wald und am Rhein entlang geht es dann zurück nach Kehl. Und wie bei jedem Rundkurs gilt: man kann ihn auch gerne woanders beginnen und enden lassen :)

den GPS-Track gibt es wie immer durch Klick auf die Landkarte oben auf der Seite von bikemap.net.

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La piste des forts / Der Radweg zu den Forts

Ein Themenradweg rund um Kehl und Strasbourg


Radroute 1450726 – powered by Bikemap 

Beiderseits entlang des Rheins – zumindest dort, wo er die Grenze zwischen Frankreich und Deutschland darstellt, also grob zwischen Basel und Karlsruhe – gibt bzw. gab es zahlreiche militärische Befestigungsanlagen aus Kriegszeiten, so genannte Forts (Klugschiss am Rande: gesprochen wird das Wort auch im Deutschen französisch, das “t” ist also stumm, die Aussprache also wie das deutsche Wort “vor”. Das, was “Fort” gesprochen wird, ist eine Automarke :) ). Die kleineren dieser Bunkeranlagen sind zu einem großen Teil nach Kriegsende gesprengt worden, die Ruinen existieren noch, aber es sind auch einige der Anlagen stehen geblieben.

Der Radweg zu den Forts (la piste des forts) möchte nun den geneigten Radler zu diesen Forts führen – eben wie der Name schon sagt. Der Rundweg ist etwa 85km lang, davon runde 65km auf französischer und 20km auf deutscher Seite. Auf französischer Seite gibt es einige Abstecher zu Forts, die nahe am, aber eben nicht direkt auf dem Weg liegen, aber dennoch sieht man auch, wenn man wie ich den Weg nicht verlässt, einiges.

Anmerkung: entgegen der “ofiziellen” Streckenführung bin ich in Kehl einige hundert Meter abgewichen. Die Originalstrecke beinhaltet die Überquerung einer vielbefahrenen Umgehungsstraße an einer Stelle ohne Querungshilfe und ist auch nicht so sehr schöner als meine Alternative, die meines Erachtens gefahrärmer ist.

Ich habe den Weg an der Fußgänger- und Radfahrerbrücke zwischen Strasbourg und Kehl begonnen, der “passerelle des deux rives”, aber da es sich um einen Rundkurs handelt, ist es völlig egal, wo man beginnt – man kommt mit ziemlicher Sicherheit 85km später wieder dorthin :)

Meine Gedanken zu…

Straßenzustand: Mal so, mal so. Weitgehend asphaltiert, wenige Wald- und Feldwege mit festgefahrener Erde/Sand, teilweise hervorragende Betonwege auf französischer Seite, teilweise auch schlaglochreiche Nebenstraßen ohne Fahrkomfort.

Beschilderung: Sehr gut, durchgehend, aber an zwei, drei Stellen etwas missverständlich. Ich empfehle daher dringend, eine Karte mit eingezeichneter Strecke mitzunehmen oder die GPX-Datei für das GPS-Gerät herunterzuladen (geht nach Klick auf die oben dargestellte Karte auf den Seiten von bikemap). Symbol ist ein weißer Radler auf grünem Grund mit deutscher bzw. französischer Textzeile. Siehe auch die Fotos zu diesem Beitrag, das letzte zeigt das Symbol in Großaufnahme.

Steigungen: So gut wie keine, das bisschen, was man wirklich als Steigung empfindet, kann nötigenfalls auch problemlos geschoben werden.

Schönheit der Strecke: Dort, wo man durch Wald radelt und/oder Befestigungsanlagen sieht, sehr schön. Auch entlang des Kanals ist es echt nett. Zwischendurch dann eher hässliche Industriegebiete der Strasbourger Vororte. Die deutsche Seite ist schön zu radeln, bietet dem Befestigungsanlageninteressierten wenig (das ehemalige Fort Kirchbach ist heute ein Einkaufszentrum und sonst sieht man eigentlich nichts ehemalig militärisches). Aber da wir entlang der offenen Grenze ja auf Teufel komm raus in jedem Lebensbereich Grenzenlosigkeit demonstrieren müssen, war der deutsche Teil wohl nötig. Mein Tipp zum Abkürzen: die beiden Rheinbrücken, die überquert werden, auf deutscher Seite direkt am Rhein verbinden – das spart runde zehn Kilometer.

Rastmöglichkeiten: Anhalten lässt sich überall, die “Versorgungslage” mit Wirtschaften oder Einkaufsmöglichkeiten entlang der Strecke ist eher mäßig – lieber ausreichend zu trinken und eventuell ein Vesper mitnehmen und gemütlich im Wald verzehren.

Hobbymäßige Geocacher (wie ich) werden sich übrigens über eine recht hohe Anzahl an Dosen entlang des Weges freuen.

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Radeln in Tschechien

Kaum Themenradwege, dafür ein Netz nummerierter Radwege, die das ganze Land abdecken – Tschechien ist als Radreiseziel zu Unrecht etwas unbekannt.

Diese nummerierten Radwege erreichen fast jede Stadt und fast jedes Dorf, sind auch auf autofreien Straßen, beispielsweise in Wäldern, ausgezeichnet und gut lesbar beschildert und in aller Regel in bestem Zustand. Zu den Schildern gibt es Landkarten, in denen der Verlauf dieser Wege eingezeichnet ist.

Die nummerierten Wege werden soweit möglich auf autofreie oder sehr verkehrsarme Straßen geführt.

Die Tschechen sind sehr radelbegeistert. Das führt neben einer guten Versorgung mit Ersatzteilen auch dazu, dass die Autofahrer den Radlern auf der Straße in aller Regel sehr rücksichtsvoll begegnen. Man fühlt sich – egal ob inner- oder außerorts – einfach sicher.

Radeln in Schweden

Gute Straßen, geringe Verkehrsdichte, rücksichtsvolle Autofahrer – Schweden bietet dem Radreisenden paradiesische Zustände.

Themenradwege gibt es in Schweden auch: einerseits den Sverigeleden, der durch das ganze Land führt und der auch ziemlich vollständig beschildert ist, andererseits regionale Routen, die durch einzelne Regionen, über Inseln oder um Seen führen.

Durch die geringe Verkehrsdichte lässt es sich auf den kleinen Landstraßen, die die Dörfer verbinden, traumhaft radeln. Die wenigen Autofahrer, denen man begegnet, sind über die Maßen rücksichtsvoll, oft wurden wir sogar freundlich gegrüßt.

Ist man auf größeren Straßen unterwegs, gibt der häufig vorhandene breite Seitenstreifen eine hervorragende Fahrradspur ab.

Der Asphalt ist vielerorts etwas rauer, als man es von Deutschland gewohnt ist, was das Rollen etwas erschwert – aber daran gewöhnt man sich schnell.

Radeln in Frankreich

In den Städten sind oftmals Radwege vorhanden, deren Beschilderung leider gelegentlich zu wünschen übrig lässt. Außerorts findet sich eine spezielle Radwegbeschilderung, wenn überhaupt, nur auf Strecken, die von radtouristischer Bedeutung sind.

Dafür verfügt Frankreich über ein dichtes Netz verkehrsarmer Départementsstraßen (D-Routen). Eine aktuelle Landkarte oder aktuelles GPS-Datenmaterial ist aber ratsam, denn auch D-Straßen können autobahnähnlich ausgebaut sein.

Beim Radeln quer durchs Land kann es passieren, dass man kaum anderen Reiseradlern begegnet – wesentlich beliebter ist das Radeln an den zahlreichen Kanälen, wo die ehemaligen Treidelpfade heute zum Radeln genutzt werden.

Das Zusammenspiel zwischen Radlern und Autofahrern klappt ganz gut, auf jeden Fall besser als in Deutschland. Zwar hält kaum ein Autofahrer die empfohlenen 1,50 Meter Seitenabstand beim Überholen ein, aber insgesamt verhalten sie sich den Radlern gegenüber äußerst rücksichtsvoll. Die latente Angst, die mich auf manchen deutschen Straßen überkommt, beschlich mich in Frankreich jedenfalls nie.

Radeln in Deutschland

Das Radwegenetz in Deutschland ist recht gut ausgebaut und beschildert. Allerdings wird die Beschilderung von den Gemeinden und Landkreisen vorgenommen, sodass die Qualität regional variieren kann. Auch kann es passieren, dass ein weiter entferntes Ziel, beispielsweise eine Stadt in 25-30km Entfernung, auf einmal von den Schildern verschwindet und nur noch näher gelegene Dörfer genannt werden.

Die Qualität der Wege ist ebenfalls wechselhaft. Mit einem Trekkingbike ist das Radeln fast nirgends ein Problem, wer mit dem Rennrad unterwegs ist, weicht wohl nach ein paar schlechten Erfahrungen (schlechter Asphalt, Wurzeln quer über den Weg, Schotterpisten) eher auf die Autostraßen aus.

Das Angebot an Themenradwegen zu touristischen Zwecken ist groß, deren Beschilderung wird immer besser, auch können immer häufiger GPS-Pfaddateien zu den großen Themenradwegen im Internet heruntergeladen werden.

Dort, wo man sich die Straße mit den Autos teilt, ist ein bisschen Vorsicht ratsam. Denn obwohl sich die Deutschen allgemein für gute Autofahrer halten, hapert es leider oft mit der Rücksicht gegenüber schwächeren Verkehrsteilnehmern. Aufmerksames Verhalten ist daher sicher nicht verkehrt, zumal ausgeschilderte Radrouten oft über verkehrsarme Strecken geführt werden und es dann auch in Dörfern passieren kann, dass Hauptstraßen an Stellen überquert werde müssen, an denen die Autofahrer nicht unbedingt mit kreuzenden Radlern rechnen.